Die Herrieder Tennis-Herren haben auch in diesem Jahr den Klassenerhalt in der stark besetzten Bezirksklasse 1 geschafft. Zum Abschluss musste man bei Grün-Weiß Fürth neben Tobias Königer auch auf Marco Rossi verzichten – und damit die Nummer eins und zwei ersetzen. So bedeutete die Partie für das älteste Team der Liga bei hochsommerlichen Temperaturen noch einmal einen Kraftakt. Damit die zweite Mannschaft, die zeitgleich den Aufstieg in die Bezirksklasse 2 schaffte, nicht geschwächt wurde, fragte man keinen Ergänzungsspieler für das letzte Saisonspiel an.

Markus Maurer unterstrich zum Auftakt seine gute Form und ließ den mit viel Risiko agierenden Fürther David Bauer dank seines laufstarken Grundlinien-Konterspiels nie richtig in die Partie kommen. An Position drei erging es dem angeschlagen in die Partie gegangenen Christian Treffer gegen die Mond-, Stop- und überraschenden Angriffsbälle seines Ex-Vereinskameraden Marco Sachs ähnlich wie Bauer, sodass es 1:1 stand. Ganz eng ging es zwischen Herriedens Thomas Schmidt und Thomas Mödl zu, der zunächst stark aufspielte. Schmidt schlug mit großem Einsatz zurück und egalisierte postwendend den Satzrückstand. Im Match-Tiebreak lag er bereits mit 5:1 und 8:6 in Front, ehe Mödl jedoch mit mutigen Aktionen und dem nötigen Glück noch die Wende gelang.

Markus Seitz, aufgrund seiner Schulterprobleme bislang als Trumpf im Doppel eingesetzt, musste erstmals auch im Einzel antreten und sich dem druckvollen Spiel von Andreas Mundt beugen. Bei einem klaren Rückstand gab der Herrieder verletzungsbedingt auf. Philipp Klump hielt gegen Michael Zückert im ersten Satz sehr gut mit und gab diesen nur knapp mit 5:7 ab. Dann hatte der Fürther die Partie im Griff. Im Spitzeneinzel gegen den zweiten Neuzugang der Gastgeber (von TV Fürth 1860), Tobias Frauendorf, lieferte Torsten Schumann eine exzellente und nahezu fehlerfreie Leistung ab. Sein Kontrahent fand letztlich kein Mittel gegen den Herrieder und dessen unbequeme Slice-Bälle, sodass Schumann verdient zum 2:4 verkürzte.

Bedingt durch die Verletzung von Markus Seitz und das Fehlen Christian Treffers (Familie) konnte die SG – Herren-40-Akteur Mehmet Simsek sprang im Zweierdoppel ein – nur noch zwei Doppelpartien bestreiten, die jeweils an die Gastgeber aus Fürth gingen. Klump/Maurer mussten sich erst im Matchtiebreak geschlagen geben. Auf Herrieder Seite war man angesichts des personellen Engpasses doch froh über das Saisonende und den erneut geglückten Verbleib in der Bezirksklasse 1, der quasi bereits zum Saisonstart gegen TC Neustadt/Aisch und TV Fürth 1860 II gesichert wurde.

Die Ergebnisse: Frauendorf – Schumann 5:7, 1:6; Mödl – Schmidt 6:3, 3:6, 10:8; Sachs – Treffer 6:1, 6:0; Zückert – Klump 7:5, 6:2; Mundt – Seitz 6:1, 4:2, Aufgabe Seitz; Bauer – Maurer 4:6, 2:6; Mödl/Sachs – Schmidt/Seitz kampflos für Fürth; Frauendorf/Bauer – Schumann/Simsek 6:3, 6:1; Zückert/Mundt – Klump/Maurer 6:4, 4:6, 10:4.

Die Meisterschaft sicherte sich das Team vom SC Uttenreuth, das beim TSV Lichtenau dank einer extrem starken Aufstellung (an Position eins schlug Dennis Bloemke, ehemalige Nummer 302 der Weltrangliste, auf) mit 7:2 gewann. Fabian Reisch holte sein Einzel gegen Daniel Klinke sowie sein Doppel jeweils im Matchtiebreak.

Erste Herren schaffen Klassenerhalt in der Bezirksklasse 1 – 2:7 bei Grün-Weiß Fürth bleibt ohne Bedeutung